Im Mittelalter nach Europa eingeführt, dann als Labortier verwendet, hält die Ratte heute als zunehmend beliebtes Heimtier Einzug in die Haushalte, vor allem bei Vorjugendlichen und Jugendlichen, denen sie ein treuer und liebenswerter Gefährte ist. Zudem lässt sie sich leicht zähmen, sie ist gesellig und mag daher den Kontakt mit dem Menschen.
Lebensraum:
- Es ist ein geselliges, eher nachtaktives Tier, das unter 10 Grad in Winterstarre verfällt. Sie zieht das Leben in der Gruppe oder zu zweit der Einsamkeit vor.
- Ein geräumiger Käfig muss ihnen gewidmet werden (50x80x40 cm ist ein striktes Minimum für ein oder zwei Exemplare). Er muss an einem zugluftgeschützten und ruhigen Ort aufgestellt werden.
- Einstreu: Der Kot muss täglich entfernt werden. Einmal pro Woche empfiehlt es sich, alles zu entleeren und mit Javelwasser zu desinfizieren, dann reichlich zu spülen und zu trocknen (die Ratte uriniert häufig).
- Substrat: Tannenspäne, Hanfeinstreu, Heu, Stroh.
- Sägemehl vermeiden, viel zu staubig.
Ernährung:
- Allesfressendes Nagetier, das 30 bis 40 g Nahrung pro Tag frisst.
- Handelsübliche Alleinfuttermischung oder Pellets für Nagetiere mit 20-27 % Eiweiss oder selbst zubereitete Ration mit Samen, grünem Gemüse, Karotten, Äpfeln, Fleisch.
- Süssigkeiten und ein Übermass an Leckerbissen vermeiden, da die Ratte eine starke Neigung zur Fettleibigkeit hat!
- Täglicher Wasserverbrauch zwischen 10 und 15 ml pro 100 Gramm Lebendgewicht.
Pflege:
Keine besondere Pflege.
Häufige Krankheiten
Die Ratte wird häufig wegen Tumoren, Atemwegsproblemen und Hautproblemen vorgestellt.
Die Ratte entwickelt oft Knoten unter der Haut (Tumoren), insbesondere Gesäugetumoren beim Weibchen. Sie wachsen mit der Zeit: Je früher sie erkannt werden, desto besser. Tasten Sie Ihre Ratte regelmässig ab.
Ihre Atemwege sind empfindlich. Wiederholtes Niesen, eine pfeifende oder geräuschvolle Atmung sind Anzeichen, die nicht vernachlässigt werden dürfen.
Ein rotes Sekret um Augen oder Nase ist kein Blut: Es ist oft ein Zeichen von Stress oder Krankheit (Porphyrin), das eine Abklärung verdient. Die Haut kann auch von Parasiten (Räude, Pilzbefall) betroffen sein, mit Juckreiz und Haarausfall.
Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen ein Knoten unter der Haut, wiederholtes Niesen, ein rotes Sekret um Augen oder Nase, Juckreiz oder Haarausfall.
Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen eine erschwerte oder geräuschvolle Atmung in Ruhe, ein niedergeschlagenes Tier, das nicht mehr frisst.
Rat des Tierarztes tasten Sie regelmässig den ganzen Körper Ihrer Ratte ab: Einen Knoten früh zu erkennen, erlaubt es, leichter zu handeln.
Zum Merken beobachten Sie Ihre Ratte jeden Tag, um kein Problem zu übersehen. Diese Informationen ersetzen keine Konsultation.