Übliche Pflege und Allgemeines zu den Nymphensittichen
Die Beliebtheit dieses bescheidenen und attraktiven kleinen Vogels ist seit der Zeit stetig gewachsen, als die ersten europäischen Entdecker aus Australien mit einigen lebenden Vögeln zum Verkauf zurückkehrten.
Freundlich und von unkompliziertem Wesen, freundet er sich gern mit Menschen an, wartet ungeduldig auf den Moment, mit ihnen zu spielen, und versucht oft, mit einem fordernden Ruf ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
Lebensraum
Käfig: Drei Überlegungen bestimmen die Wahl eines Käfigs: seine Grösse, seine Stabilität und seine Pflegeleichtigkeit. Am wichtigsten ist die Grösse! Geräumig für ein einzelnes Tier, eine Voliere für mehrere Tiere. Die wichtigsten notwendigen Ausstattungen im Käfig eines Nymphensittichs sind Sitzstangen und Futtergefässe. Ein einzeln gehaltener Nymphensittich sollte seinen Käfig in einem Raum haben, in dem er das Kommen und Gehen der Familienmitglieder beobachten kann. Als Substrat handelsüblicher Sand. Reinigung des Kots 1- bis 2-mal pro Woche, Desinfektion jeden Monat.
Ein Sepiaschulp ist wegen seines zusätzlichen diätetischen Werts notwendig; er bietet die Gelegenheit, den Kautrieb auszuleben.
Ernährung
Für die Tiere in Gefangenschaft eignen sich Samenmischungen; zudem enthalten sie neben den Samen oft diätetische Zusätze, die das Nährstoffgleichgewicht der Mischung verbessern sollen.
Da sie ebenfalls Allesfresser sind, teilen viele Nymphensittiche liebend gern die Mahlzeit ihres Halters.
Die Hirserispen sind nahrhaft, und die Nymphensittiche knabbern liebend gern die kleinen Körner am Stängel.
Eine gute Ernährung trägt viel dazu bei, ein schönes Gefieder hervorzubringen und eine gute Gesundheit zu erhalten.
Pflege:
Sie brauchen, vor allem in der warmen Jahreszeit, mindestens 1 Bad pro Tag, vorzugsweise durch Besprühen. Nach einem Bad verbringen die Vögel viel Zeit damit, ihre Federn zu putzen, um ihr Gefieder wieder zu ordnen.
Das Kürzen der Krallen kann sich als notwendig erweisen; eine Schere mit abgerundeten Klingen erleichtert das Kürzen der Krallen, ebenso wie die Fügsamkeit des Vogels.
Ihre Augen müssen stets glänzend und lebhaft sein; ein stumpfes Auge ist oft die Folge eines Unwohlseins.
Prüfen, ob der Vogel Parasiten trägt (Läuse, Schnabelräude, Beinräude).
Achtung auch auf psychische Störungen, die insbesondere mit Langeweile, einer ungeeigneten Ernährung und verschiedenen Dermatitiden zusammenhängen. Dann droht das Problem des Federrupfens!
Häufige Krankheiten
Wie alle Vögel verbirgt der Nymphensittich Krankheiten lange: Wenn die Anzeichen sichtbar werden, ist die Lage oft schon ernst.
Ein Nymphensittich, der das Gefieder aufgeplustert hält, reglos am Boden des Käfigs sitzt, döst oder das Fressen verweigert, muss Sie alarmieren. Beim Vogel sind diese unauffälligen Anzeichen oft schon spät: Man darf nicht warten.
Langeweile, Stress oder Einsamkeit können den Vogel dazu bringen, sich die Federn auszureissen (Federrupfen). Kleine Parasiten können auf der Haut, den Beinen oder dem Schnabel auftreten. Eine ausschliesslich auf Samen basierende Ernährung führt schliesslich zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen (vor allem Vitamin A). Auch Schnabel und Krallen können zu lang wachsen.
Beim Weibchen kann ein Ei stecken bleiben (Legenot): Es sitzt aufgeplustert am Boden des Käfigs und presst ohne Erfolg. Das ist ein Notfall.
Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen wiederholt aufgeplustertes Gefieder, stumpfes Auge, weniger lebhafter Vogel, ausgerissene Federn, Parasiten oder Krusten, zu lange Schnabel oder Krallen, anhaltend auffälliger Kot (Farbe, flüssig).
Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen erschwerte Atmung (offener Schnabel, mit jedem Atemzug wippender Schwanz), teilnahmslos am Boden des Käfigs sitzender Vogel, der das Fressen verweigert, aufgeplustertes Weibchen, das presst, ohne legen zu können.
Zum Merken Beim Vogel ist ein sichtbares Anzeichen oft schon ein spätes Anzeichen: nicht warten. Eine abwechslungsreiche Ernährung und Gesellschaft beugen vielen Problemen vor. Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Konsultation.