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🦜

Die Aras

🦜 Vögel

Die Aras sind eine Familie grosser Vögel mit kräftigem Schnabel und langem Schwanz, deren Grösse von 1 Meter beim Hyazinth-Ara bis zu 30 Zentimetern beim Zwergara, dem kleinsten, reicht.

Die grössten Aras sind auch die farbenprächtigsten, und ihr Gefieder kann von Grün bis zu einer Kombination der leuchtendsten Farben reichen.

Sie werden in der Regel über 50 Jahre alt; und obwohl kein Ara darin besonders begabt ist, können die Jungtiere gezähmt werden und sprechen lernen. Dagegen wirken ihr kräftiger Schnabel, ihre lauten Schreie und bei einigen ihre imposante Grösse oft abschreckend.

Von Hand aufgezogene Vögel sind in der Regel sehr zutraulich, doch als erwachsene Tiere können sie manchmal aggressiv sein, vor allem gegenüber Fremden.

Lebensraum:

In freier Wildbahn: Sie leben in den Wäldern Südamerikas.

In Gefangenschaft:

Vorgeschriebene Gehegegrösse: Siehe unter https://www.aufuret.ch/ Die grossen Aras haben einen äusserst kräftigen Schnabel und brauchen daher Volieren mit sehr stabilem Gitter. Sie zerstören Holz, deshalb sollte man sie nicht unbeaufsichtigt im Haus umherlaufen lassen. In einer Aussenvoliere sind sie deutlich besser aufgehoben, wo die Witterungseinflüsse ihrem Gefieder eine intensive Leuchtkraft verleihen. Sie können auch auf einer Sitzstange neben einem Nistkasten gehalten werden, der ihnen als Schlafplatz für die Nacht dient.

Sie neigen dazu, laut zu sein, daher muss man auf ihren Standort achten.

Ernährung:

  • In freier Wildbahn: Sie ernähren sich von Samen von Hülsenfrüchten, Palmnüssen, verschiedenen Mandelarten und Palmfrüchten.
  • Trockenfutter: Aras nehmen fertige Futterzubereitungen bereitwillig an. Man kann ihnen auch eine Mischung geben, die vor allem aus Walnüssen, Haselnüssen und Paranüssen besteht. Sie fressen auch zahlreiche Samen und Getreide: Sonnenblumenkerne, Nigersaat, Erdnüsse, Hanfsamen, Pinienkerne, Saflor, Lein, Kanariensaat, Hirse, Sorghum, Mais, Haferflocken, Reis, Weizen.
  • Frischfutter: Früchte, Gemüse, Grünzeug, manchmal Weichfutter, Vitamine.
  • Leckerbissen (Papageien sind grosse Feinschmecker!), aber trotzdem in Massen (Kuchen, Kekse, Trockenfrüchte, Konfitüre, Joghurt, Quark, evtl. Schinken oder Poulet!)

Fortpflanzung:

Männchen und Weibchen lassen sich mit blossem Auge nicht unterscheiden, ausser dass das Weibchen in der Regel einen kleineren Kopf hat. Während der Fortpflanzungszeit muss man die Aras paarweise unterbringen, denn nur der Zwergara brütet erfolgreich in Kolonien. Brütende Aras neigen zu Aggressivität. Das Gelege kann von 2 Eiern beim Hyazinth-Ara bis zu 6 Eiern beim Zwergara reichen. Das Weibchen brütet je nach Art 24 bis 29 Tage.

Die bekanntesten Aras:

  • Hyazinth-Ara: ein Vogel mit prächtigem blauem Gefieder, mit Gelb rund um die Augen und am Unterschnabel. Er ist der grösste Papagei der Welt (1 Meter lang).
  • Roter Ara (oder Ara macao): der beliebteste Ara in Gefangenschaft (zusammen mit dem Blauen Ara). Sein Gefieder ist rot, mit Blau und Gelb. Dieser Vogel, dessen natürlicher Lebensraum durch die Abholzung bedroht ist, ist durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt.
  • Blauer Ara (oder Ara ararauna): Er hat ein herrliches türkis-gelbes Gefieder, mit einem kleinen grünen Fleck über dem Schnabel. Blaue Aras verpaaren sich fürs Leben, und die Paare bleiben das ganze Jahr über zusammen. Sein ruhiges Temperament und seine Persönlichkeit machen ihn zu einem guten Heimvogel.
  • Grünflügelara: Dieser grosse, 90 Zentimeter lange Ara hat ein purpurrotes Gefieder mit Grün und Blau. Er ist von recht sanftem Wesen, jedoch weniger liebenswürdig als der Rote oder der Blaue Ara, und stösst kräftige Schreie aus.
  • Halsband-Ara (oder Goldnacken-Ara): Er misst 40 Zentimeter Länge und hat ein grünes Gefieder mit einem gelben Feld im Nacken (daher sein Name). Sein Ruf ist verhältnismässig schrill. Wie bei den anderen Aras sind die beiden Partner eines Paares sehr eng verbunden.
  • Zwergara: der kleinste der Aras, mit nur 30 Zentimetern Länge. Sein Gefieder ist grün mit roten Zeichnungen an den Schultern. Seinen imposanteren Verwandten sehr ähnlich, gibt er einen ausgezeichneten Heimvogel ab.
  • Tipp: Wenn Sie einen Ara aufnehmen möchten, entscheiden Sie sich eher für einen kleinen Ara (wie zum Beispiel den Zwergara). Obwohl ebenso laut und von Natur aus zerstörerisch, sind sie einfacher zu halten.

Häufige Krankheiten

Wie alle Vögel verbirgt der Ara Krankheiten lange: Wenn die Anzeichen sichtbar werden, ist die Lage oft schon ernst.

Ein Ara, der das Gefieder aufgeplustert hält, reglos am Boden des Käfigs sitzt, döst oder das Fressen verweigert, muss Sie alarmieren. Beim Vogel sind diese unauffälligen Anzeichen oft schon spät: Man darf nicht warten.

Mangelnde Aufmerksamkeit, Langeweile oder Stress können den Ara dazu bringen, sich die Federn auszureissen oder sogar in die Haut zu beissen (Federrupfen, Selbstverstümmelung). Bestimmte Infektionen betreffen die Federn und den Schnabel (Schnabel-Feder-Krankheit oder PBFD) und schädigen das Gefieder dauerhaft.

Eine Infektion namens Psittakose (oder Chlamydiose) kann den Vogel matt, aufgeplustert und appetitlos machen; sie kann auch auf den Menschen übertragen werden. Eine zu einseitige Ernährung führt schliesslich zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen (vor allem Vitamin A). Auch Schnabel und Krallen können zu lang wachsen.

Der Ara lebt sehr lange: Eine regelmässige tierärztliche Betreuung, auch wenn alles gut ist, hilft, Probleme früh zu erkennen.

⏱️

Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen wiederholt aufgeplustertes Gefieder, weniger lebhafter Vogel, ausgerissene Federn oder sich verschlechterndes Gefieder, zu lange Schnabel oder Krallen, anhaltend auffälliger Kot (Farbe, flüssig).

🚨

Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen erschwerte Atmung (offener Schnabel, mit jedem Atemzug wippender Schwanz), teilnahmslos am Boden des Käfigs sitzender Vogel, der das Fressen verweigert, ausgeprägte Mattigkeit mit aufgeplustertem Gefieder.

Zum Merken Beim Vogel ist ein sichtbares Anzeichen oft schon ein spätes Anzeichen: nicht warten. Gesellschaft, abwechslungsreiche Ernährung und regelmässige Betreuung beugen vielen Problemen vor. Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Konsultation.

🩺

Eine Frage zu Ihrem Ara? Die Tierarztpraxis Au Furet in Echichens ist auf exotische Heimtiere spezialisiert: +41 21 811 55 11, Online-Terminmehr erfahren.

🚨

Notfall? Rufen Sie zuerst Ihre gewohnte Praxis an: Deren Anrufbeantworter nennt die Nummer des diensthabenden Tierarztes. Das Vorgehen ansehen.

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