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🦜

Die Kakadus

🦜 Vögel

Der Kakadu ist ein Vogel mit ganz weissem Gefieder, ausser den Arten mit schwarzem Gefieder. Was ihn in jedem Fall von den anderen Papageienvögeln unterscheidet, ist das Fehlen von grüner oder blauer Farbe in seinem Gefieder. Er ist recht leicht zu erkennen, mit seiner aufrichtbaren Haube, die sich bei der geringsten Erregung aufstellt.

Er ist ein leicht zähmbarer Vogel und ein liebenswerter Begleiter. Er ist sehr anhänglich, verspielt, intelligent und sensibel. Im Gegenzug verlangt er jedoch viel Verfügbarkeit und Präsenz. Man muss ihm mehrere Stunden pro Tag widmen. Hat er nicht genügend Kontakt zum Menschen, wird er immer lauter schreien, um Aufmerksamkeit zu erregen, und dann kommen das Federrupfen und die Selbstverstümmelung.

Lebensraum:

In freier Wildbahn: Er stammt aus Australien, aber auch von den Philippinen bis zu den Salomon-Inseln.

In Gefangenschaft:

Vorgeschriebene Gehegegrösse: siehe unter aufuret.ch

Das Gerüst der Voliere muss aus Metall sein, die Trennwände oder Mauern aus unzerstörbarem Material. Man muss auf jeden Ansatz eines Lochs oder jede Unebenheit achten, denn der Kakadu wird sich ein Vergnügen daraus machen, es zu vergrössern. Selbst Ziegel halten ihrem kräftigen Schnabel nicht stand. Je grösser ein Kakadu ist, desto zerstörerischer ist er. Achtung auf den Standort der Voliere, denn er kann äusserst laut sein.

Ernährung:

Trockenfutter: Nüsse, Samen (Sonnenblumenkerne, Nigersaat, Erdnüsse, Hanfsamen, Pinienkerne, Saflor, Lein), Getreide (Kanariensaat, Hirse, Sorghum, Mais, Haferflocken, Reis, Weizen) oder Papageienmischung.

Frischfutter: Grünzeug, Gemüse, Früchte, eventuell Weichfutter, Vitamine … je nach Vorlieben des Vogels.

Leckerbissen (in Massen!): Kuchen, Kekse, Trockenfrüchte, Joghurt, Konfitüre, manchmal sogar Schinken oder Poulet!

Fortpflanzung:

Die grösste Schwierigkeit bei der Zucht des Kakadus ist die Bildung eines verträglichen Paares. Eine Unverträglichkeit äussert sich in Stress, Krankheiten, Verletzungen, die bis zum Totbeissen gehen können. Die Bildung eines Paares erfolgt mit jungen Vögeln. Da es unmöglich ist, Männchen und Weibchen vor der Geschlechtsreife zu unterscheiden, ist ein DNA-Test nötig. Das Gelege besteht in der Regel aus 2 Eiern, und die weissen Kakadus brüten abwechselnd. Die Inkubationszeit beträgt je nach Art 23 bis 30 Tage.

Häufige Krankheiten

Wie alle Vögel verbirgt der Kakadu Krankheiten lange: Wenn die Anzeichen sichtbar werden, ist die Lage oft schon ernst.

Ein Kakadu, der das Gefieder aufgeplustert hält, reglos am Boden des Käfigs sitzt, döst oder das Fressen verweigert, muss Sie alarmieren. Beim Vogel sind diese unauffälligen Anzeichen oft schon spät: Man darf nicht warten.

Der Kakadu ist besonders empfindlich gegenüber mangelnder Aufmerksamkeit. Langeweile, Stress oder Einsamkeit bringen ihn oft dazu zu schreien, sich dann die Federn auszureissen und in die Haut zu beissen (Federrupfen, Selbstverstümmelung). Bestimmte Infektionen betreffen ebenfalls die Federn und den Schnabel (Schnabel-Feder-Krankheit oder PBFD) und schädigen das Gefieder dauerhaft.

Eine Infektion namens Psittakose (oder Chlamydiose) kann den Vogel matt, aufgeplustert und appetitlos machen; sie kann auch auf den Menschen übertragen werden. Eine zu einseitige Ernährung führt schliesslich zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen (vor allem Vitamin A). Auch Schnabel und Krallen können zu lang wachsen.

Der Kakadu lebt sehr lange: Eine regelmässige tierärztliche Betreuung, auch wenn alles gut ist, hilft, Probleme früh zu erkennen.

⏱️

Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen wiederholt aufgeplustertes Gefieder, weniger lebhafter Vogel, ausgerissene Federn oder sich verschlechterndes Gefieder, zu lange Schnabel oder Krallen, anhaltend auffälliger Kot (Farbe, flüssig).

🚨

Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen erschwerte Atmung (offener Schnabel, mit jedem Atemzug wippender Schwanz), teilnahmslos am Boden des Käfigs sitzender Vogel, der das Fressen verweigert, blutende Selbstverstümmelung, ausgeprägte Mattigkeit mit aufgeplustertem Gefieder.

Zum Merken Beim Vogel ist ein sichtbares Anzeichen oft schon ein spätes Anzeichen: nicht warten. Präsenz, abwechslungsreiche Ernährung und regelmässige Betreuung beugen vielen Problemen vor. Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Konsultation.

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Eine Frage zu Ihrem Kakadu? Die Tierarztpraxis Au Furet in Echichens ist auf exotische Heimtiere spezialisiert: +41 21 811 55 11, Online-Terminmehr erfahren.

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Notfall? Rufen Sie zuerst Ihre gewohnte Praxis an: Deren Anrufbeantworter nennt die Nummer des diensthabenden Tierarztes. Das Vorgehen ansehen.

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