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Die Giftnattern

🦎 Reptilien

Diese Familie umfasst 60 Gattungen mit 291 Arten. Dazu gehören Kobras, Bungare, Mambas, Korallenschlangen, Taipane und Seeschlangen.

Oberflächlich betrachtet ähneln die Giftnattern stark den Nattern (Colubridae), mit denen sie zweifellos verwandt sind. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihr Gebiss: Kobras und ihre nahen Verwandten besitzen ein Paar proteroglypher Giftzähne, mit denen sie ihr Gift injizieren.

Die landbewohnenden Giftnattern:

Sie umfassen 43 Gattungen mit 229 Arten. Ausser den Kobras, die durch Filme über Schlangenbeschwörer bekannt geworden sind, umfasst diese Familie eine Reihe lebhaft gefärbter Arten, die in Amerika, Afrika und Australien, wo sie leben, oft Korallenschlangen genannt werden, sowie mehrere dunkle Vertreter, überwiegend aus Australien. Ihre Einordnung zusammen mit den Seeschlangen gibt noch immer Anlass zu vielen Vermutungen.

Die Giftnattern sind grösstenteils sehr giftige Schlangen. Diese Familie ist in weiten Teilen der Welt verbreitet und in der Südhalbkugel häufiger. Australien ist besonders artenreich, was das Fehlen von Vipern und die verschwindend geringe Zahl von Nattern (Colubridae) ausgleicht.

Die Todesotter:

Obwohl sie Vipern ähneln und sich wie diese verhalten, sind die Todesottern Giftnattern. Man findet sie im Norden Australiens und in Neuguinea. Ihr starkes, schnell wirkendes Gift und ihr träges Wesen machen sie in Australien für viele schwere Bisse verantwortlich. Doch sie beissen niemals unprovoziert und meiden lieber die Konfrontation.

Um Beute zu fangen, hält sich die Schlange regungslos, den Körper gut versteckt und den gekrümmten Schwanz nahe am Kopf zur Schau gestellt. Die feine, raue Schwanzspitze kann für eine Eidechse oder eine Maus wie eine Raupe oder ein Wurm aussehen. Sie kann eine andere Farbe als der Körper haben, und die Schlange bewegt sie, um die Lockwirkung zu verstärken.

Die Westliche Grüne Mamba:

Sie ist eine der 3 grünen Mamba-Arten. Es ist eine lebhaft gefärbte Schlange mit grossen Schuppen, einem spitzen Kopf und grossen, gut sichtbaren Augen. Die Mambas gehören zu den bekanntesten afrikanischen Giftschlangen. Wenn man sie stört, ziehen sie die Flucht vor und beissen nur, wenn sie in die Enge getrieben werden. Der Biss ist sehr gefährlich und verläuft oft tödlich, wenn er nicht sofort behandelt wird.

Die Schwarze Mamba:

Es ist die längste Schlange Afrikas (sie kann 3,50 m erreichen!) und eine der gefürchtetsten. Bei Bedrohung richtet sie sich auf, und ein grosses Exemplar könnte einem Menschen mühelos ins Gesicht blicken! Ihre Farbe reicht von Braun über Grau bis Oliv, ist aber niemals schwarz.

Die Rote Speikobra:

Sie unterscheidet sich von anderen Kobras durch ihre prächtige rötlich-braune Färbung. Es ist eine kleine Kobra (etwa 1 m), die in den Trockensavannen und im Buschland Nordostafrikas lebt. Diese Art verteidigt sich aus der Distanz, indem sie unter hohem Druck Giftstrahlen durch kleine Öffnungen an der Vorderseite jedes Giftzahns spritzt. Beim Jagen injiziert sie ihr Gift jedoch durch Beissen. Als letztes Mittel kann sie sich auch auf diese Weise verteidigen, doch die Bissopfer erholen sich rasch. Fühlt sie sich bedroht, spreizt sie ihre Haube, indem sie die Stellung ihrer Rippen verändert. Das Spreizen der Haube soll eine Beute einschüchtern, indem es die Schlange grösser erscheinen lässt, aber auch möglichen Fressfeinden ihre Giftigkeit anzeigen.

Die Seeschlangen (marine Giftnattern):

Sie umfassen 17 Gattungen mit 62 Arten. Es gibt mehrere wichtige Unterschiede zwischen den landbewohnenden und den marinen Giftnattern, und manche sind der Ansicht, dass die Seeschlangen einer eigenen Familie zugeordnet werden sollten.

Obwohl sie äusserst giftig sind, sind sie im Allgemeinen harmlos, und es gibt nur wenige Todesfälle beim Menschen durch ihre Bisse.

Die meisten von ihnen ernähren sich von Fischen wie Aalen, doch einige sind Spezialisten, die nur Fischeier fressen. Man trifft sie im Indischen und im Pazifischen Ozean an, und sie sind besonders um die Nordküsten Australiens zahlreich. Die meisten Arten sind an Korallenriffe gebunden.

Haltung und Vorsichtsmassnahmen

Die Giftnattern (Kobras, Mambas, Korallenschlangen …) gehören zu den giftigsten Schlangen; ihr Gift wirkt vor allem auf das Nervensystem (man spricht von «neurotoxischem» Gift). Es sind keine gewöhnlichen Heimtiere: Ihre Haltung ist streng geregelt und autorisierten, geschulten Haltern vorbehalten.

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Bewilligungspflichtige Haltung In der Schweiz unterliegt das Halten einer Giftschlange einer Bewilligungspflicht und Sicherheitsauflagen. Erkundigen Sie sich vor jedem Vorhaben bei Ihrem kantonalen Veterinärdienst.

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Im Fall eines Bisses Lebensbedrohlicher Notfall: rufen Sie die 144 und Tox Info Suisse unter 145, bleiben Sie ruhig und halten Sie die Person ruhig. Siehe das Merkblatt Das Schlangengift für die richtigen Reaktionen.

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Eine Frage zu Ihrer Schlange? Die Tierarztpraxis Au Furet in Echichens ist auf exotische Heimtiere spezialisiert: +41 21 811 55 11, Online-Terminmehr erfahren.

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Notfall? Rufen Sie zuerst Ihre gewohnte Praxis an: Deren Anrufbeantworter nennt die Nummer des diensthabenden Tierarztes. Das Vorgehen ansehen.

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